YOGA STUDIO Melanie Giese

YOGA IST FÜR MICH WIE EIN SCHATZ, DER IMMER GRÖSSER WIRD, JE MEHR MAN VON IHM ERFÄHRT

YOGA Stile


 

YOGA-STILE

HATHA YOGA


 

… ist der Überbegriff für alle körperorientierten Yoga-Richtungen (im Vergleich zu philosophischen oder spirituellen). „Kraftvolles Bemühen“ ist eine mögliche Definition von Hatha Yoga, denn es gilt mit Anstrengung, Ausdauer und Intention ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist herzustellen. Körperübungen (asanas), Atemverhalten (pranayama), Tiefenentspannung (dharana), Meditation (dhyana) und ausgewogene Ernährung sind die Inhalte des Hatha Yogas.

Die 195 Yogasutras des Patanjali sind eine erstmals (vermutlich im 4. oder 5. Jahrhundert) verfasste Schrift, die den Weg des (Hatha) Yoga beschreibt. Auch die „Hatha Yoga Pradipika“, eine Schrift aus dem 15. Jahrhundert, umfasst die Lehren des „kraftvollen Bemühens“.

 
 


 

AERIAL YOGA


 

… ist ein neuer Trend aus den USA und hat mit der klassischen Yoga Tradition nichts zu tun. Es wird in einem hängemattengroßen Tuch eine Mischung aus Akrobatik, Krafttraining, Pilates- und Yogaübungen ausgeführt.


 


 

ANUSARA YOGA


 

„Dem Herzen folgen" (so die freie Übersetzung) ist eine neue Yoga-Art, die 1997 von John Friend in den USA entwickelt wurde. Die drei Prinzipien des Anusara Yogas sind die drei „As“: Attitude (Haltung), Alignment (Ausrichtung), Action (Handlung). Anusara Yoga verbindet die klassischen Yogahaltungen mit moderner Biomechanik.


 


 

ASHTANGA YOGA


 

Die uralte Tradition des Ashtanga Yogas wurde durch Sri T. Krishnamacharya in die moderne Zeit gerettet. Der älteste Schüler Krishnamacharyas, Sri Pattabhi Jois (1915 - 2009), übernahm diese Tradition und führte sie unverändert fort. Es gibt sechs verschiedene Serien von Körperstellungen, die in ihrem Schwierigkeitsgrad ansteigen. Allein die erste Serie zu meistern kann jahrelanges Üben bedeuten. Dieser sehr kraftvoll dynamische Stil praktiziert die asanas (Körperübungen) fließend im Rhythmus der ujjayi (Reibelaut-) Atmung unter Einsatz der bandhas (Körperverschlüsse) und drishtis (Blickrichtungen).


 


 

BIKRAM YOGA


 

… oder auch „Hot Yoga“ ist von Bikram Choudhury in den 1970er Jahren entwickelt worden. Die Raumtemperatur von 40˚C soll den Muskeln und Sehnen zunutze sein und den Körper in den 26 Yogahaltungen und zwei Atemübungen optimal unterstützen. Die Übungen sind anspruchsvoll, jedoch schnell erlernbar, da die Übungsabfolge in jeden 90 Minuten identisch ist.


 


 

FORREST YOGA


 

… ist eine neue Form des Vinyasa Yogas (siehe unten) und als „Power Vinyasa Flow Yoga“ bekannt. Sie heißt nach der amerikanischen Begründerin Ana Forrest (Jahrgang 1957). Besonders Übungen für Schultern und Nacken, sowie Bauchmuskeln werden in diesem Yoga-Stil hervorgehoben. Es wird in einem warmen Raum geübt.


 


 

HORMON YOGA


 

… soll das weibliche Hormonsystem positiv beeinflussen. Die Brasilianerin Dinah Rodrigues (Jahrgang 1927) entwickelte Hormon Yoga in der 1990er Jahren als alternativmedizinische Therapie. Die energetischen Yoga-Übungen haben ihren Ursprung im Kundalini Yoga (siehe unten).


 


 

INTEGRALER YOGA


 

Sri Aurobindo (1872 - 1950) kreierte durch die Verbindung aus Jnana Yoga (dem Yoga des Wissens), Bhakti Yoga (dem Yoga der selbstlosen Hingabe) und Karma Yoga (dem Yoga des göttlichen Wirkens) den Integralen Yoga, einen spirituell-philosophischen Weg. Wesentlicher als Körperübungen ist im Integralen Yoga die schrittweise Vereinigung mit dem Göttlichen durch Handlungen, Gedanken und Worte.


 


 

IYENGAR YOGA


 

B.K.S. Iyengar (1918 - 2014), nach dem diese Yogarichtung benannt wurde, war ebenfalls ein Schüler (und später der Schwager) Krishnamacharyas, auf den der Yoga zurück geht, den wir heute im Westen praktizieren. Iyengar Yoga legt Wert auf exakte Körperausrichtung und detailliertes Üben und setzt hierzu auch Hilfsmittel ein (Gurte, Klötze, Stühle, Kissen, u.v.m.). Gerade für Menschen mit Erkrankungen oder Beeinträchtigungen ist Iyengar Yoga bestens geeignet.


 


 

JIVAMUKTI YOGA


 

– „befreite Seele“ (so die Übersetzung) – wurde von Sharon Gannon und David Life in New York um 1986 ins Leben gerufen. Dynamische Übungen, Gewaltlosigkeit (ahimsa), Hingabe (bhakti), Studium der traditionellen Schriften der Yogalehre, Chanting, Musik und vegetarische/vegane Ernährung bilden die Hauptteile dieser Yogamethode.


 


 

KUNDALINI YOGA


 

... ist der Yoga der Bewusstheit und gehört nicht zum Hatha Yoga (siehe oben), verwendet aber dem Hatha Yoga verwandte asanas. Die Übungsform ist dynamisch-energetisch in Kombination mit intensiver Atmung und Konzentration auf das „dritte Auge“.

In den Westen kam diese, von den Lehren der Sikhs geprägte Yogaform durch Yogi Bhajan (1929 - 2004) in den 1970er Jahren.

Die „3HO“ (= healthy, happy, holy-Organisation) ist die Fachorganisation für Kundalini Yoga.


 


 

POWER YOGA


 

Eine von Bryan Kest (Jahrgang 1964) weiterentwickelte Form des Ashtanga Yogas (siehe oben), jedoch flexibler in der Ausübung. Der sehr kraftvolle Übungsstil respektiert individuelle Grenzen.

 
 


 

TAO YOGA


 

… folgt den alten taoistischen Methoden. Die überlieferten Übungen beruhen auf der Sichtweise der chinesischen Medizin. Das System aus Körper-, Atem- und Energietechniken ist sehr genau und wurde zur Gesundheitspflege und Heilung entwickelt.


 


 

TRI YOGA


 

Die Begründerin des Tri Yogas ist die Amerikanerin Kali Ray (Jahrgang 1955). Die Besonderheit dieser Yoga-Art sind die Mudras (Handgesten), die in die fließenden Bewegungsabläufe, den sogenannten „Flows“, mit einbezogen werden.


 


 

VINI YOGA


 

… wurde von Sri T. Krishnamacharya (1888 - 1989), dem „Urvater“ des Yogas, wie wir ihn im Westen kennen, Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sein Sohn T.K.V. Desikachar (Jahrgang 1938) führte die Tradition fort und passte sie dem heutigen Menschen an. Der Gedanke, dass jeder Mensch individuell verschieden ist, liegt dem Vini Yoga zugrunde. So passt sich diese sanfte und ruhige Form des Yogas an die Bedürfnisse des Einzelnen an. Körperübungen, Atemverhalten und Meditation sind die Grundpfeiler des Vini Yogas.


 


 

VINYASA YOGA


 

Die Sanskrit-Silben „vi“ bedeuten „in besonderer Weise“ und „nyasa“ „platzieren von Energie“. Der Ursprung des Vinyasa Yogas ist im Ashtanga Yoga (siehe oben) zu finden und geht ebenfalls auf Sri T. Krishnamacharya zurück. Er hat den Begriff des „Vinyasa Kramas“ geprägt, der einen stufenweisen Aufbau beschreibt, was wir wie und in welcher Reihenfolge tun. Vinyasa Krama ist die führende Energie und der Körper folgt. Die Yoga-Haltungen werden mit Hilfe von Aufmerksamkeitslenkung im Atemrhythmus fließend aneinander gereiht. So entstehen dynamische Übungsfolgen, die Kraft, Gleichgewicht, Flexibilität und Konzentration fördern und zu einer tiefen Entspannung führen.


 


 

WOYO


 

… ist ein von Sonja Söder im Jahr 1999 entwickeltes Yogakonzept, welches mit Hilfsmitteln (Gurten, Bällen, Blöcken, etc.) übt und auf Muskelkräftigung, Haltungsverbesserung, Mobilisation, Flexibilität und Entspannung basiert. „Woyo“ setzt sich zusammen aus Workout und Yoga. Das erste Studio entstand 2003 in München.


 


 

YIN YOGA


 

… orientiert sich an der Dualität der Welt, dem Prinzip des (chinesischen) „Yin und Yang“. Yin Yoga wird hauptsächlich im Sitzen oder Liegen praktiziert. Die Übungen werden länger gehalten und man entspannt in die Körperhaltungen hinein durch den Atem. Dieser ruhige Yoga-Stil eignet sich sehr gut als Ausgleich zu den dynamischen Übungsformen.